Trennübertrager,
Ausgangsübertrager und
Transformator arbeiten alle nach dem gleichen
elektrischen Prinzip: zwei galvanisch getrennte Wicklungen sind auf einen Eisenkern aufgebracht. Eine Wechselspannung an der ersten
Spule (Primärseite) bewirkt ein sich dauernd änderndes Magnetfeld im Eisenkern, welches wiederum eine Spannung in die zweite Spule (Sekundärseite) induziert.

Sind die
Windungszahlen gleich, so sind auch die beidseitig messbaren Spannungen identisch. Weist die Sekundärseite weniger Windungen auf, so wird dort eine geringere Spannung gemessen, wobei aber der Strom steigt.

Je nach
Verwendungszweck wird zwischen Transformator, Ausgangsübertrager und Trennübertrager unterschieden:

Transformatoren transformieren beispielsweise die Netzspannungwechselspannung in eine für die jeweilige Komponente brauchbare Versorgungsspannung und bewirken zudem eine galvanische Trennung von dieser lebensgefährlichen Spannung.


Bei
Röhrenverstärkern dienen
Ausgangsübertrager dazu, die spannungshohe und stromarme Röhrenleistung in eine spannungsniederigere, stromreichere umzuwandeln, damit niederohmige Lautsprecher mit ihr betrieben werden können.

Trennübertrager haben die Aufgabe, Wechselspannungssignale weiterzuleiten aber Gleichspannungen zu entkoppeln. Sie dienen folglich der gleichspannungsmässigen Entkopplung von Audiokomponenten bei z.B.
Brummschleifen. Eine solche
Brummschleife kann dann vorliegen, wenn ein
Netzbrumm auch bei abgezogenem Antennenkabel hörbar ist. Der Fehler wird in diesem Fall durch eine doppelte Schutzerdung über beispielsweise die Netzstecker hervorgerufen.

Stephan Gohdes, Deutschland, Nov. 2001