Musiksignale bestehen zu einem guten Teil aus Impulsen. Ein Verstärker muss nun in der Lage sein, diese Impulse möglichst ohne jegliche Zeitverzögerung zu verstärken und an den Lautsprecher weiterzugeben. Man unterscheidet die Steig- bzw. Anstiegszeit (rise-time bzw. rt) und die Fallzeit (recovery-time), die der Steigzeit entsprechen sollte.
Die Steigzeit besagt nun, wie viel Zeit in µs (millionstel Sekunden) ein Leistungsverstärker benötigt, um eine Anfstiegsflanke mit der Höhe von 60 Volt (0 - 60 Volt) abzubilden. Gute Werte liegen bei 1 - 2 µs. Je kleiner dieser Wert, desto schneller reagiert der Verstärker. Gemessen wird die Steigzeit mit Rechtecksignalen. Die Slew-Rate, die dynamische Signalbandbreite - ein gebräuchlicherer Begriff - entstand in den 80er Jahren zusammen mit den TIM-Verzerrungen (Transient-Intermodulations). Dieser in Volt pro 1µs angegebene Wert besagt, wie schnell das Ausgangssignal Änderungen des Eingangssignals folgen kann. Probleme können dann auftauchen, wenn ein schneller Vorverstärker mit einer langsamen Endstufe verbunden wird. Da die Endstufe den schnellen Impulsen der Vorstufe nicht folgen kann, können Inhomogenitäten im Klangbild auftreten. Die entstehenden Verzerrungen gehören in den Bereich nichlinearer dynamischer Verzerrungen und heissen TIM-Verzerrungen. |
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