Ein Verstärker kann nicht alle Frequenzen bei beliebigen Lautstärken immer gleichmässig stark verstärken. Der Frequenz- oder Amplitudengang einer HiFi-Komponente beschreibt nun den Bereich zwischen der niedrigsten und der höchsten übertragenen Frequenz, bzw. den Frequenzbereich von der unteren bis zur oberen Übertragungsgrenze, in welchem die Verstärkung nahezu linear (gleich) ist. Dieser Bereich wird als Frequenz- oder Amplitudengang bezeichnet. An den Übertragungsgrenzen fällt die Spannung mit einer eindeutigen Steilheit (z.B. 6, 12, 18 ... dB pro Oktave) ab.
Ermittelt wird die Übertragungsgrenze, indem man den Verstärker mit einem Eingangssignal betreibt, dessen Amplitude konstant ist, dessen Frequenz aber kontinuierlich erhöht wird. So wird man - bedingt durch den inneren Aufbau des Verstärkers - besonders in den niedrigen und hohen Frequenzen einen Leistungsabfall des Ausgangssignals messen können: Die Verstärkung ist nicht konstant. Die Grenzfrequenzen liegen nun definitionsgemäss dort, wo die Verstärkung auf 1/√2 gegenüber der Normverstärkung gefallen ist.
Dabei wird die untere Grenzfrequenz durch Koppelelemente (Elemente längs zum Signalweg) wie den Koppelkondensator am Verstärkereingang bestimmt, da dieser einen Hochpass bildet. Die obere Grenzfrequenz wird hingegen durch Kapazitäten quer zum Signalweg bestimmt, da diese einen Tiefpass bilden.
Neben dem Amplitudenabfall findet ausserdem eine Phasendrehung statt: Das ist eine zeitliche Verschiebung zwischen dem Eingangs- und dem Ausgangssignal. Sie wird als Phasenfehler bezeichnet. Da mit der Bandbreite eigentlich ein Leistungsabfall bezeichnet wird, wird dieses Merkmal auch als Leistungsbandbreite (Power-Bandwidth) bezeichnet. An den Eckpunkten fällt die Ausgangsleistung des Verstärkers um -3 dB, also um 50%, bei gegebenem Klirrfaktor ab. Da die Gesamtbandbreite einer HiFi-Anlage immer kleiner als die kleinste Bandbreite in der Gesamtkette ist, sollte die Bandbreite einer jeden Komponente (vom CD-Player über den Verstärker bis zu den Verbindungskabeln) immer so gross wie möglich sein. |
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