Rauschen (Noise) entsteht hauptsächlich in elektronischen Schaltungen durch die Bewegung von Elektronen und ist als Rauschspannung messbar. Rauschquellen sind dort alle aktiven Bauelemente (Halbleiter und Röhren) sowie einige passive (z.B. Widerstände). Zustande kommt das Rauschen durch den ungleichmässigen Transport von Ladungsträgern im Leiter (Stromrauschen). Jede Unregelmässigkeit des Elektronenflusses bedeutet dabei einen minimalen Störimpuls. Da das Rauschen temperaturbedingt und -abhängig ist, bewirkt ein Temperaturanstieg zusätzlich eine Erhöhung der Elektronenbewegung und damit einen Anstieg der Rauschspannung (thermisches Rauschen oder Wärmerauschen).
Neben dem Wärmerauschen und Stromrauschen gibt es bei Übertragungssystemen noch atmosphärisches Rauschen und kosmisches Rauschen. Diese entstehen durch Blitze, Funkenentladung oder ferne elektromagnetische Strahlung. Bei Tonbandaufzeichnungen ist ein Bandrauschen zu hören, welches durch Unregelmässigkeiten in der Magnetschicht von Tonbändern hervorgerufen wird. Zur Qualitätsbewertung wird das Verhältnis zwischen Leistung des Nutzsignals und des Rauschsignals gebildet und in Dezibeln angegeben:
Dieses Signal-Rausch-Verhältnis (S/N) wird auch Rauschabstand oder Signal-Rauschabstand genannt (signal to noise ratio bzw. SNR). Als Mindestwert gelten für Sprache und Musik 30dB, für Bilder 40dB.
Da man in der Praxis die Leistung des Rauschsignals schlecht vom der Nutzsignalleistung trennen kann, wird häufig das Verhältnis von:
in dB angegeben (S+N/N).
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