Unter dem Begriff
Störungen (
Störspannungen oder
Geräuschspannungen) werden alle Phänomene zusammengefasst, die dem Audiosignal unerwünschte Anteile hinzufügen, die nicht aus den Audiosignalen selbst gewonnen wurden, wie dies bei den
linearen- und
nichtlinearen Verzerrungen der Fall ist. Diese Anteile können von aussen kommen aber auch vom der
HiFi-Komponente selbst produziert werden.

Die
Deklaration erfolgt als Verhältnisangabe zwischen der Spannung des Nutzsignals und der Spannung des Störsignals (in
Dezibeln) und heisst dann:
Störabstand,
Störspannungsabstand oder
Geräuschspannungsabstand.



Typischer Störfaktor ist das
Rauschen (
Rauschspannungen). Es wird durch aktive Bauelemente und Widerstände (
Stromrauschen) verursacht und durch zunehmende Temperatur (
Wärmerauschen) gesteigert. Rauschen von aussen entsteht durch Blitze, Funkenentladung oder ferne elektromagnetische Strahlung und wird entsprechend als
atmosphärisches Rauschen und
kosmisches Rauschen bezeichnet.



Ein weiterer Störfaktor ist das
Brummen. Auch dieses kann innerhalb einer HiFi-Komponente auftauchen. Dann handelt es sich meist um ein Brummen, welches durch ungenügende Siebung der Netzspannung hervorgerufen wird. Brummen kann aber auch als Einstreuung von aussen auftreten. Dann handelt es sich um
Brummeinstreuungen, die aber beispielsweise durch
magnetische Einstrahlungen anderer Komponenten hervorgerufen werden.



Schliesslich gibt es noch das Phänomen des
Übersprechens (
crosstalk). Dabei handelt es sich um die unerwünschte Übertragung von elektrischen Signalen zwischen zwei Übertragungsmedien auf Grund induktiver, kapazitiver oder schalltechniser Kopplung. Diese Übertragung tritt normalerweise zwischen zwei dicht nebeneinanderliegenden Medien, z.B. Kabeln, auf. Findet aber auch innerhalb einer Komponente statt, wo sie als
Kanaltrennung in die Eigenschaften eines Verstärkers eingeht oder zwischen Lautsprecherchassis über den akustischen Raum.

Stephan Gohdes, Deutschland, Nov. 2001