Es kann vorkommen, dass HiFi-Komponenten oder andere Audiogeräte (z.B. Computer, Fernseher u.a.) ein mehr oder weniger starkes und relativ tiefes (50-60Hz) Brummen aufweisen.
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Es können drei häufige Ursachen für das Brummen von HiFi-Komponenten unterschieden werden:
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Verursacher für den Brumm von HiFi-Komponenten, ohne dass der Brumm aus den Lautsprechern zu hören wäre, sind im Haushaltsbereich häufig Geräte, die ihre Leistung stufenweise regulieren lassen (Haarfön, Warmhalteplatten) oder aber auch stufenlos regelbare (Dimmer).
Geregelt werden solche Geräte durch Diodenschaltungen, die eine Halbwelle des Sinusförmigen Netzstromes ausblenden oder durch Phasenanschnittsteuerung, die bei einem brummerzeugenden Dimmer unsauber ist. Der Brumm kommt nun rein mechanisch dadurch zustande, dass die unsymmetrische Verformung der Netzsinusschwingung eine einseitige magnetische Sättigung des Transformatorkernes bewirkt, was wiederum eine magnetisierungsabhängige Längenänderung (Magnetostriktion) des Kerns zur Folge hat. Man kann versuchen, den Verursacher ausfindig zu machen und ggf. nicht zu verwenden. Oder man investiert sein Geld in Komponenten wie Powerkonditioner (beispielsweise den Power Conditioner 948 von Burmester) u.ä., welche eine möglichst Netzspannung zur Verfügung zu stellen versuchen. Allerdings dürfte es beruhigend sein zu erfahren, dass die Knack- und Knistergeräusche keinen Schaden an den HiFi-Komponenten hervorrufen können. [ Seitenanfang ]
Manchmal beginnen selbst gute HiFi-Komponenten zu brummen, wenn sie von anderen gestört werden. Dabei handelt es sich um magnetische und / oder elektrische Einstrahlungen Insbesondere Plattenspieler reagieren sehr empfindlich auf Transformatoren von Geräten (z.B. vom HiFi-Receiver oder einer Halogenlampe), die sich in ihrer Nähe befinden. Diese Art Brummen erkennt man an einem sehr tiefen und relativ sauberen Klang.
Vermeiden lässt sich ein solcher Brumm nur durch starke Abschirmungen oder einfacher durch getrenntes Aufstellen der sich störenden Komponenten. [ Seitenanfang ]
Ungenügend gute Netzteilsiebungen können bei Billigverstärkern und anderen Low-price-Komponenten zu einem Netzbrumm führen. Einem solchen Brumm ist nicht wirklich beizukommen, es sei denn, man ist bereit, zum Lötkolben zu greifen, und beispielsweise die Netzteilsiebung zu verbessern. Der bessere und darüber hinaus wohl sicherste Weg ist wohl der, sich beim Komponentenkauf nicht das Gehör vom "Schnäppchenpreis" trüben zu lassen.
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Netztransformatoren haben in HiFi-Komponenten die Aufgabe, aus der relativ hohen Netzwechselspannung eine geringere Spannung für den Betrieb der einzelnen HiFi-Komponente zu gewinnen. Um das zu erreichen besteht ein Netztrafo im Allgemeinen aus zwei zwar isolierten, aber dicht aufeinander folgenden Wicklungen eines Eisenkerns.
Neben dem Effekt, so die Betriebsspannung aus der Netzspannung zu gewinnen, gibt es noch einen störenden Nebeneffekt: Die beiden voneinander isolierten Spulen weisen eine kapazitive Kopplung auf. D.h. sie wirken als Kondensatoren (im nF-Bereich). Die Leitfähigkeit der so gebildeten Kondensatoren steigt dabei mit zunehmender Frequenz.
Ist die Phase am Punkt A2 angeschlossen wird über die kapazitive Kopplung (C2) eine Potenzialdifferenz entstehen und so ein Strom in die Verstärkermasse fliessen, der Ausgleichsströme zu den anderen Komponenten produziert. Bei vertauschter Polung, also Phase an Punkt A1, ist die Potenzialdifferenz deutlich kleiner und damit auch die möglichen Störeinflüsse.
Nun misst man bei eingeschaltetem Gerät die Spannung zwischen Geräteerde und Hauserde (blanker Heizkörper ist der Steckdosenerde aus Gefahrengründen vorzuziehen!). Bewirkt ein Drehen des Netzsteckers in der Steckdose (Umpolen der Netzspannung) eine Spannungsänderung, so ist die Steckrichtung die zu bevorzugende, in der die geringere Spannung gemessen wird. [ Seitenanfang ]
Obwohl alle Erdungen der Steckdosen miteinander in Verbindung stehen sollten, ist das Erdpotenzial der einzelnen Dosen nicht unbedingt gleich, da die Kabel, welche die Erdungen miteinander verbinden, einen spezifischen Innenwiderstand aufweisen. Das hat zur Folge, dass zwischen den einzelnen Steckdosen eine Potenzialdifferenz auftreten kann. (Gleiches gilt für Netzkabel von Geräten oder am stärksten für die Erdung einer Antennenanlage gegenüber Steckdosen.)
Das Ton- (oder auch Bild-) signal zwischen zwei Geräten wird häufig durch abgeschirmte Kabel übertragen. Der Innenleiter bildet die Phase, während das Abschirmgeflecht die Masseverbindung herstellen soll. Diese Masse hat nun ebenfalls einen spezifischen Innenwiderstand. Die unterschiedlichen Erdungspotenziale beider Geräte werden nun über diese Masse auszugleichen versucht, wobei an ihr, bedingt durch eben den kabeleigenen Innenwiderstand, eine Brummspannung abfällt. Zusätzlich gibt es eine Induktion in diese Masse- oder Brummschleife (deutlicher: eine Massespule), die ja zwei miteinander verbundende Geräte über die gemeinsame Erde bilden: Beide Geräte liegen an der Erde und sind via Audikabel miteinander verbunden. Dadurch entsteht eine grosse, geschlossene Spule mit der Windungszahl 1, in welche nach dem Induktionsgesetz ein magnetisches Wechselfeld eine Brummspannung induzieren kann. Je nachdem, aus welcher Quelle der Brumm herrührt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, diesen Auszuschalten. Alle haben sie gemeinsam, dass sie eine direkte Verbindung der Erdung unterbinden, indem das Signal über Kondensatoren, Transformatoren, Optokoppler u.a. übertragen wird. |
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