Im Gegensatz zum Begriff "HiFi" gibt es für den Begriff "High-End" keine verbindliche Norm. Das macht auch keinen Sinn. Denn High-End sollte - per Definition - immer das Optimum des Machbaren sein. Eine Norm würde dem Optimierungsgedanken zuwiderlaufen. Es handelt sich folglich vielmehr um eine Philosophie: die Philosophie der reinen Reproduktion.
High-End verfolgt den hehren Anspruch, die Widergabe, ob akustisch oder visuell, so nah am Original zu realisieren, wie dies nur irgend möglich ist. Daher resultiert auch die Aussage: "Es ist unser Ziel, die konservierte Musik mit dem geringst möglichen Unterschied zum Original wiederzugeben." (T+A - Firmenphilosophie). Oder: "Audiophilie ist die Sehnsucht nach den reinen Klängen ohne Grau und Mischmasch" (ELAC). Ein zweiter wichtiger Punkt betrifft die Qualität. Auch hier gilt: nur vom Feinsten. Es kann gar nicht gut genug sein: "Wir bauen Geräte, die auch langfristig ihren Wert behalten." (Burmester - Firmenphilosophie). Dabei gehen die Entwickler von High-End-Komponenten immer wieder zurück zu den Ursprüngen, um doch noch ein Quentchen mehr herauszuholen. Ein Kabel ist nicht mehr nur ein Kabel sondern eine äusserst komplexe Materie, deren naturgegebene Grenzen man immer ein wenig mehr auszuweiten versucht. Damit ist High-End immer ursprünglich, rein und elementar. Eine Gefahr darf allerdings nicht verschwiegen werden. Hinter einer hochtrabenden Philosophie kann sich auch schon mal ein schwarzes Schaf verbergen. Denn Qualität und Originalität haben ihren Preis. Da bleiben folglich auch die Scharlatane nicht aus ... |
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