Der technologische Fortschritt hat mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlichster Bildwiedergabetechnologien hervorgebracht. Dabei lassen sich vier grundsätzliche Konzepte unterscheiden, die bezüglich der Lichtquelle in aktive und passive Verfahren untergliedert werden können:
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Die Phosphor- bzw. Leuchtschicht ist zum Elektrodensystem hin mit einer dünnen Aluminiumschicht bedeckt. Durch diese schlagen die Elektronen durch auf die Leuchtschicht und können jetzt nicht mehr in das Röhreninnere zurückreflektiert werden. Dadurch ist gewährleistet, dass das Röhreninnere sich nicht aufhellt. Die Bilderzeugung wird grundsätzlich so realisiert, dass das Bild in eine rasche Abfolge von Bildpunkten zerlegt wird, die in diesem Falle mit nur einem Kathodenstrahl nach dem Zeilensprungverfahren abgetastet werden, wobei der Kathodenstrahl gemäss den Helligkeitswerten jedes einzelnen Bildpunktes in seiner Intensität reguliert wird. (Beim Zeilensprungverfahren wird das Fernsehbild in zwei Halbbilder mit der halben Zeilenzahl zerlegt, wobei erst die ungeraden und dann die geraden Zeilen vom Elektronenstrahl "geschrieben" werden.) [ Seitenanfang ]
Die Bilderzeugung beim Gas-Plasma-Display unterscheidet sich grundsätzlich von der der Kathodenstrahlröhre. Sie arbeitet vielmehr nach dem Prinzip der Neonröhre: Jeder einzelne Bildpunkt wird hier durch eine eigene Lichtquelle direkt "vor Ort" erzeugt. Zwischen flachen Glaspanelen befindet sich eine grosse Matrix von Bildpunkten. Dabei besteht jeder Bildpunkt wiederum aus drei kleinen Zellen, die jeweils mit Edelgas gefüllt sind. Neon und Xenon sind die Hauptbestandteile, bei manchen Herstellern kommt noch Helium dazu. Insgesamt ist die Gasmenge aber gering, der Druck also niedrig. Die drei Zellen unterscheiden sich in ihren Wandbeschichtungen aus unterschiedlichen Phosphormischungen. Aufgeladene Elektroden erzeugen nun winzige Gasexplosionen, die zu einer kurzfristigen Aggregatszustandsänderung von Gas in Plasma führen. Die entstehende ultraviolette Lichtstrahlung erzeugt - je nach Wandbeschichtung der Zellenrück- und -wandseiten - rotes, grünes und blaues Phosphorlicht (eben Mini-Neonröhren). Dieses Phosphorlicht ist durch das vordere Glaspanel als Farbpunkt sichtbar.
Dieses Verfahren bringt allerdings eine Schwierigkeit mit sich. Da das Gas seinen Aggregatzustand sprunghaft und vollkommen wechselt, kann die Menge des Ultravioletten Lichts nicht über eine Spannungsänderung geregelt werden. So bedient man sich eines Tricks, indem man die Lichtmenge über die Zeit kontrolliert, wobei die Trägheit des menschlichen Auges von Bedeutung ist: Schnell nacheinander gezündete Impulse werden vom Menschlichen Auge nicht differenziert und erscheinen als kontinuierlicher Lichtstrom. So wird durch entsprechende Taktung die Helligkeit reguliert: Bei geringer Helligkeit sind die wird das Gas seltener, bei hoher Hellikgeit entsprechend häufiger innerhalb eines vom Auge nicht differenziert wahrnehmbaren Zeitintervalls gezündet. Im Gegensatz zur Bilderzeugung der Kathodenstrahlröhre, bei der ein Bild in eine rasche Abfolge von Bildpunkten auf dem Bildschirm zerlegt wird, können sämtliche Plasma-Displaypixel - je nach Bedarf - gleichzeitig erhellt werden. Deshalb entsteht das Plasmabild spontan und ist äusserst scharf. Es erstreckt sich gleichmässig bis in alle Ecken des Bildschirms - vollkommen verzerrungs- und flimmerfrei. Auf Grund der hohen Bildqualität, die sich aus der verblüffenden Farbintensität (256 Graustufen und insgesamt 16,7 Millionen Farben), der Schärfe, der Flimmer- und Verzerrungsfreiheit sowie der gleichmässigen Ausleuchtung über die ganze Fläche ergibt, sind Gas-Plasma-Displays sehr attraktiv. Weitere Vorteile sind die sehr hohe Auflösung, ein besonders grosser Betrachtungswinkel von ca. 160° und die Unempfindlichkeit gegen magnetische Einflüsse. Besonders hervorzuheben ist die geringe Einbautiefe von nur wenigen Zentimetern, durch die eine platzsparende Wandmontage möglich wird. Gas-Plasma-Displays sind eben extrem flach! Einziges Problem dieser aufwendigen Technik sind derzeit noch der Preis und die - im Alltagsgebrauch allerdings unerhebliche - Gefahr einer ungleichmässigen Phosphoreinbrennung, wie sie bei sehr lang anhaltenden Standbildern von beispielsweise dem stundenlang angezeigten Firmen-Logo auftreten können. Solche Einbrennungen kennt man von der Kathodenstrahlröhre allerdings ebenso. [ Seitenanfang ]
LCD ist die Abkürzung von Liquit-Cristal-Display, was mit "Flüssigkristallbildschirm" übersetzt werden kann. Prinzipiell funktionieren alle LCD-Typen ähnlich:
Ungerichtetes Hintergrundlicht wird durch einen Polarisationsfilter geschickt. Dieser lässt nur Lichtwellen einer bestimmten Schwingungsrichtung passieren. In der darauffolgenden Flüssigkristallschicht (den Zellen) werden die Lichtwellen um 90° gedreht, so dass sie auch einen nachgeschalteten, um 90° gedrehten Polfilter durchdringen können. Ohne ein elektrisches Feld wird also das Display hell. Auf Grund der um 90° gedrehten Flüssigkristallhelix in den einzelnen Zellen, hat dieser Display-Typ den Namen "Twisted-Nematic-LCD" oder kurz TN-LCD.
Mithilfe eines elektrischen Feldes werden die Flüssigkristalle in ihrer Ausrichtung nun so verändert, dass keine oder nur noch eine leichte Drehung der Polarisationsrichtung stattfindet. Der so angeregte Bildpunkt lässt dann kein oder nur wenig Licht passieren, ist folglich dunkel oder weniger hell.
Handelt es sich um ein Farbdisplay, werden die unterschiedlichen Farben durch die drei Grundfarben, rot, grün und blau, erzeugt, indem auch hier, wie beim Gas-Plasma-Display, je drei Farbpunkte für einen Bildpunkt zuständig sind. Dabei ist im Lichtweg eines jeden Farbpunktes ein Farbfilter angebracht, welches nur die entsprechende Lichtfarbe passieren lässt. Die Display-Typen werden weiterhin nach der Art und Weise, wie die die Flüssigkristalle ausrichtende Spannung angelegt wird, unterschieden. Man unterscheidet (unabhängig von der Schichtechnologie) das Passiv-Matrix-LCD und das Aktiv-Matrix-LCD bzw. Thin-Film-Transistor-LCD. Amorphe TFT: Ältere Panels wurden mit amorphen Silizium (a-Si) hergestellt, welches die Stromleitung zu den einzelnen Pixeln übernahm. Da dieses lichtempfindlich war, musste es zum Licht hin schwarz abgedeckt werden. Das führte dazu, dass die Pixel schwarz umrandet erschienen, wodurch der Bildeindruck natürlich gestört wurde. Polysilizium TFT: Neuere Panels sind mit polykristallinem Silizium oder kurz Polysilizium (P-Si) ausgestattet, was nicht Lichtempfindlich ist. Dadurch dass die Transistoren nicht mehr mit dicken schwarzen Balken abgedeckt werden müssen sind auch höhere Auflösungen und eine bessere Lichtdurchlässigkeit möglich. Das Ergebnis ist eine erhöhte Leuchtkraft und eine sehr gute Farbreinheit. Hohe Farbtiefen (bis 16 Mio. Farben) und ein rascher Bildwechsel stellen für diese Technologie kein Problem mehr dar. Bei der TFT-Technologie kann sogar auf die zusätzliche oberste Glas- bzw. Kunststoffschicht verzichtet werden. Das erhöht nochmals den Blickwinkel, aus dem man ein klares Bild erhält. Manche Geräte liefern inzwischen Blickwinkel von über 120°. Auf Grund dieser Technik sind LC-Displays absolut flimmerfrei, ohne belastende elektrische Felder und weisen sehr intensive Farben auf! Weitere Vorteile wie der geringe Energiebedarf, die lange Lebensdauer und hervorragende Bildgeometrie sprechen darüber hinaus für sich selbst. Die Bildgrösse wird immer entsprechend der tatsächlich sicht- und nutzbaren Diagonale angegeben. Ein Nachteil soll hier nicht verschwiegen werden. Auf Grund der technischen Komplexität und dem damit verbundenen relativ hohen Ausschuss, sind diese Displays nach wie vor recht kostenintensiv. Denn bereits bei einem produktionsbedingten Ausfall von mehr als 3-6 Farbpixeln ist ein solches Display nicht mehr verkaufsfähig. Die Ausschussrate ist noch immer extrem hoch(ca. 80%).
Hier lassen sich in der Hauptsache zwei Typen unterscheiden: die 3 x Polysilizium LCD Technologie und die Reflective LCD Technologie.
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Die DLP-Technik, welche von Texas Instruments entwickelt wurde, ist eine reine Projektionstechnik, weshalb sie hauptsächlich in DLP-Projektoren und Rückprojektionsgeräten zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zu LCD-Projektoren werden hier die Bildpunkte nicht von durch- oder angeleuchteten LCD-Panels erzeugt, sondern ausschliesslich von winzigen Spiegeln. Dies ergibt eine wesentlich höhere Lichtausbeute als bei einem LCD-Projektor.
Kernbauteil dieser Projektoren ist ein Mikrochip auf dem einge hunderttausend winziger Spiegel mit den Massen 16 x 16 µm aufgebracht und welche alle einzeln ansteuerbar sind. Von diesen Spiegelpanels, auch Digital Mirror Device (DMD) genannt, befinden sich im Inneren eines Projektors, je nach Typ, 1 bis 3 Stück. Jeder einzelne Spiegel eines DMDs lenkt das Licht je nach Ansteuerung entweder ins Objektiv oder auf eine im Gerät befindliche Schwarzfläche (Lichtfalle). Graustufen werden über eine Zeitsteuerung erreicht. Wenn der Punkt auf der Leinwand z.B. dunkelgrau dargestellt werden soll, wirft der entsprechende Spiegel nur einen kurzen Lichtimpuls auf sie. Entweder liegt für jede Grundfarbe ein eigenes Panel vor und es kommt ähnlich wie bei der 3 x Polysilizium LCD Technologie oder der Reflective LCD Technologie durch Mischung zum Gesamtfarbbild. Oder es liegt beispielsweise nur ein Panel vor. Um ein Farbbild zu erzeugen, werden in diesem Fall die notwendigen Farben durch ein Farbfilterrad, welches bildsynchron rotiert, erzeugt. Das menschliche Auge nimmt auf Grund der hohen Geschwindigkeit die sequentiell ablaufenden einzelnen Farbbilder als ein Echtfarbbild wahr. |
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