Surround heisst soviel wie umranden, umstellen, umzingeln. Damit ist bildlich eine Lautsprecheranordnung beschrieben, die ein räumliches Hörerlebnis ermöglicht.
Surround ist keine Errungenschaft der Gegenwart. Bereits in den 50er Jahren brachte die 20th Century Fox für Filmtheater eine technische Neuerung: auf einem 70mm-breiten Film wird der Ton auf 4 bzw. 6 getrennte magnetische Spuren aufgetragen. Diese Technik bleibt jedoch auf Grund kostspieliger Herstellungskosten für Kopien auf nur wenige Erstaufführungstheater beschränkt. Die meisten neuen Filme blieben daher weiterhin auf 35mm-Mono-Film beschränkt.
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
[ Seitenanfang ]
1975 stellten die Dolby Laboratories (siehe auch - Dolby Laboratories - online) ein System für Filmtheater vor, welches sowohl in der Herstellung als auch in der Wiedergabe kompatibel mit den bestehenden Tonsystemen war: Dolby Stereo, mit optischer analog 4-Kanal-Tonwiedergabe für den 35mm Film. Dabei werden in den Stereotracks 4 Kanäle via Matrix verschlüsselt: die beiden vorderen Stereokanäle (StFL, StFR), der Centerkanal vorn in der Mitte (CFM) und ein Surroundkanal hinten in der Mitte (SBM).
1986 kommt mit "Dolby SR" (Spectral Recording) ein verbessertes Aufnahmeverfahren auf den Markt. Kennzeichen analoger Dolby SR Soundtracks sind die erheblich verbesserten Dynamikwerte, realisiert durch Spectral Recording. Sie werden heute auf fast allen 35 Millimeter Filmen vorgefunden. Der Vorteil: die Tonspuren sind abwärtskompatibel, so dass sie jedes Filmtheater, auch wenn es nicht Dolby SR tauglich ist, lesen kann.
In den 80er Jahren wurde Dolby Stereo für das Heimkino aufbereitet und aufnahmeseitig als "Dolby Surround" bezeichnet. Es handelt sich um eine analoge stereokompatible Aufnahmetechnologie, welche in den Stereokanälen eine Matrixkodierung von 4 Surroundkanälen ermöglicht: die beiden vorderen Stereokanäle (StFL, StFR), der Centerkanal vorn in der Mitte (CFM) und ein Surroundkanal hinten in der Mitte (SBM). Die Surround-Information kann mit entsprechenden Geräten (Dolby Surround Pro Logic-Decodern) wiedergegeben werden.
Die Stereokompatibilität ermöglicht es, Dolby Surround-Signale in verschiedenen Quellen zu verstecken, z. B. auf Audio-CDs, auf Videos, LDs, DVDs und auf dem Computer. Es ist bis heute der Standard für analoges Fernsehen.
Die Dekodierung des Dolby Surround-Signals übernimmt also die "Dolby Surround Pro Logic" Technologie: Dabei werden über die 4 analogen Kanäle 5 Lautsprecher betrieben: die beiden vorderen Stereokanäle (StFL, StFR), der Centerkanal vorn in der Mitte (CFM) und der Surroundkanal hinten in der Mitte (SBM), der doppelt ausgeführt, rechts und links hinten plaziert wird. Die Surround-Information wird dabei aus dem Stereosignal dekodiert.
Das System birgt jedoch einige Schwächen: Zum einen ist der Surroundkanal nur monophon und besitzt einen beschnittenen Übertragungsbereich von 100 - 7.000Hz. Zum anderen ist die Trennung zwischen den Nachbarkanälen eingeschränkt. [ Seitenanfang ]
Bei Dolby Surround Pro Logic II handelt es sich um eine brandneue Analogtechnologie für das Heimkino, die aus dem konventionellen, in den Stereokanälen kodierten Dolby Pro Logic-Signal einen neuen Signalmix generiert, nämlich 5.1 Kanäle: die beiden vorderen Stereokanäle (StFL, StFR), der Centerkanal vorn in der Mitte (CFM), zwei Surroundkanäle hinten links und rechts (SBL, SBR) und einen zusätzlichen Subwooferkanal (SW), der für die ".1" steht.
Auf den ersten Blick scheint es merkwürdig, dass sich die Dolby Laboratories nach dem grossen Erfolg des digitalen Surroundsystems Dolby Digital, das bis zu sechs diskrete (völlig voneinander getrennte) Audiokanäle bietet, nochmals der Matrix-Technologie zuwendet. Die Gründe dafür sind jedoch einleuchtend: Bis heute gibt es immer noch jede Menge Quellen, die keinen diskreten Digital-Surround-Sound bieten, allen voran das analoge Fernsehen oder CDs. Die Bandbreite der Surroundkanäle ist nun nicht mehr eingeschränkt und auch gewöhnliche Stereoaufnahmen sollen von einer Pro-Logic-Emulation - allerdings nur mit einem monoauralem Surroundkanal - profitieren. Eines darf jedoch nicht ausser acht gelassen werden: Es handelt sich hauptsächlich um eine Emulation. D.h. die Kanalvielfalt beruht auf Berechnungen eines Soundprozessors. Daher verfügt dieses Tonformat auch über diverse Einstellmöglichkeiten wie: Dimension Control (Front-Rear-Balance), Center Width (Änderung der Präsenz des Centerkanals) und Panorama (Raumklangeffekt durch Wandreflexionen). Preiswertere Geräten müssen nicht über alle Einstellmöglichkeiten verfügen. Es wurde häufig spekuliert, ob Dolby Pro Logic II so nah an Dolby Digital heranreicht, dass beide Systeme miteinander konkurrieren werden. Das hat sich jedoch nicht bestätigt, da es lediglich darum geht, analoge Aufnahmen besser klingen zu lassen. [ Seitenanfang ]
1992 wurde das erste rein digitale Tonsystem sowohl für den Filmtheater- als auch für den Heimkinobereich von den Dolby Laboratories vorgestellt: Bei Dolby Digital handelt es sich um ein rein digitales Mehrkanaltonsystem - analog zu dts -, welches bis zu 6 getrennte Tonkanäle (5.1) enthält, von denen 5 das gesamte hörbare Tonfrequenzspektrum umfassen. Der zusätzliche Kanal dient einem Subwoofer für besondere Effekte wie z. B. Explosionen und tieffrequente Gewitter, weshalb dieser Kanal LFE-Kanal (Low Frequency Effect) genannt wird und dementsprechend nur einen Frequenzgang von 20 bis 120 Hz hat. Daher wird auch nicht von 6 Kanälen, sondern von 5.1 Kanälen gesprochen.
Der früher häufig verwendete Name AC-3 für Dolby Digital rührt von der verwendeten Kodierungsform, nämlich Audio Coding 3, her. Man spricht auch von echtem 5.1 Ton: die beiden vorderen Stereokanäle (StFL, StFR), der Centerkanal vorn in der Mitte (CFM), zwei Surroundkanäle hinten links und rechts (SBL, SBR) und der zusätzliche Subwooferkanal (SW), für die LFE. Damit ist dieses System von der Lautsprecheranordnung identisch mit Dolby Surround Pro Logic II, verfügt aber im Gegensatz zu diesem über 5.1 echte Kanäle. Um die gewaltigen Audio-Datenmengen zu bewältigen, muss eine Datenkompression durchgeführt werden. Dabei werden die Frequenzen aus dem Klangbild entfernt, die das menschliche Gehör sowieso nicht wahrnehmen kann, z. B. leise Geräusche, die von lauteren Geräuschen übertönt werden oder Frequenzen, die ausserhalb des menschlichen Wahrnehmungsbereichs liegen. Dolby Digital versucht diese Anteile präzise herausfiltern, indem es das gesamte Tonspektrum in sehr enge Frequenzbänder aufteilt und diese dann einzeln auf unverzichtbare und überflüssige Bestandteile hin untersucht. Im Gegensatz zur MPEG-Kompression bleibt die Datenrate (384kbit/s) bei Dolby Digital konstant. Seit Ende 1997 ist Dolby Digital der obligatorische Tonstandard für die DVD-Video. Seit 1995 gibt es auch NTSC-Laserdisks mit 5.1-Kanalton in Dolby Digital und entsprechende bezahlbare Dekoder für das Heimkino. 1996 wurde Dolby Digital als Tonstandard des zukünftigen digitalen Fernsehens in den USA bestätigt, 1999 wurde auch in Europa begonnen, digitales Fernsehen mit Dolby Digital-Ton über Satellit auszustrahlen. [ Seitenanfang ]
Bei dem Kürzel THX (Tomlinson Holman eXperiment oder auch nach THX 1138, dem ersten Film von G. Lucas benannt) handelt es sich ursprünglich um ein Zertifikat, welches für Filmtheater vergeben wird, die einem vorgegebenen Standard entsprechen (siehe auch THX - online). Dieser Standard bezieht sich auf Bereiche wie: Elimination von Hintergrundgeräuschen, allgemeine Schallisolierung, geringe Schallreflexion, guter Sichtwinkel von jedem Platz aus, gute Projektionseigenschaften, nur zugelassene technische Ausstattung, angemessene Installation dieser technischen Ausstattung.
THX soll garantieren, dass ein Film in jedem THX-zertifizierten Filmtheater einheitlich vorgeführt wird, und in engen Toleranzen in Bild und vor allem im Ton auch gleich aussieht und klingt. Deshalb werden nicht nur Ton-Kriterien, sondern auch z. B. bauliche Mindestanforderungen an die zu zertifizierenden Filmtheatern gestellt. THX ist also nicht als Konkurrenz zu Dolby SR, dts oder SDDS zu verstehen. Auch für das Heimkino hat THX seit 1990 Zertifikate entwickelt. Diese beziehen sich allerdings hauptsächlich auf Geräte, die zur Zertifizierung bei Lucasfilm, THX Division, eingereicht wurden. Ein erteiltes Zertifikat berechtigt zur Anbringung des THX-Logos auf den zertifizierten Geräten. Abgesehen von der Verwechslungsgefahr mit THX im kinotechnischen Bereich waren insbesondere die unterschiedlichen Raumgrössen im Heimkinobereich ausschlaggebend für die Vergabe zwei neuer Label: THX-Select und THX-Ultra. Für HiFi-Receiver und Lautsprecher gibt es die THX-Select-Zertifikation, wenn diese Geräte für Räume bis 3,000 kubik-Fuss geeignet sind. Für grössere Raumvolumen sowie für alle anderen Gerätetypen (Vorverstärker, DVD-Player usw.) wird das höhere Label THX-Ultra oder einfach THX vergeben.
Allerdings gibt es doch ein echtes digitales Tonformat für den Filmtheaterbereich mit der THX-Bezeichnung: "THX Surround EX". THX Surround EX basiert auf Dolby Digital und wurde 1999 gemeinsam von Lucasfilm THX und den Dolby Laboratories entwickelt. Dabei handelt es sich um ein erweitertes Surround Format, welches man in den state-of-the-art Filmtheatern vorfindet. Seit November 2001 führen die Dolby Laboratories THX Surround EX unter eigenem Namen: "Dolby Digital Surround-EX"
THX Surround EX bzw. Dolby Digital Surround-EX geben den Filton als Matrix-Dekodierung errechnet über 6.1 Kanäle wieder. Zu dem 5.1-Format kommt ein rückwärtiger Centerkanal, der einen echten 360° Surroundsound und damit eine nahezu perfekte räumliche Ortung ermöglicht: So erhält man die beiden vorderen Stereokanäle (StFL, StFR), den Centerkanal vorn in der Mitte (CFM), zwei Surroundkanäle hinten links und rechts (SBL, SBR), den rückwärtigen Centerkanal (CBM) und den zusätzliche Subwooferkanal (SW), für die LFE.
Ein ähnliches Verfahren verwendet auch dts-ES, indem es über eine Matrix-Dekodierung aus den 5.1 Kanälen 6.1 Kanäle berechnet. Einen Unterschied zwischen THX Surround EX und Dolby Digital Surround-EX gibt es allerdings doch: Im THX Surround EX-System werden zwei rückwärtige Center eingesetzt. Diese beiden Center arbeiten in Mono, der Surroundcenterkanal wird also nochmal in zwei Kanäle aufgesplittet. [ Seitenanfang ]
dts (siehe auch dts - online) ist ein aus dem Filmtheater bekanntes, digitales Mehrkanaltonsystem der Firma Digital Theater Systems, die eine Tochtergesellschaft des Steven Spielberg Unternehmens Universal ist. Obwohl gerade Dolby Digital die Filmtheater erobert hatte, gelang die Einführung von dts durch den Filstart von Jurassic, den nur dts-fähige Filmtheater optimal wiedergeben konnten.
Einen grundsätzlichen Vor- und Nachteil besitzt dts: die zur Tonwiedergabe erforderlichen Informationen sind nicht auf das Filmaterial aufgebracht sondern werden von einer CD gelesen, die synchhron zum Film läuft. Der Vorteil besteht nun darin, dass verschiedene Synchronfassungen durch Austauschen der CD's möglich sind. Der Nachteil besteht hingegen darin, dass die Sychronisation fehlerhaft sein kann. dts gibt es auch fürs Heimkino und zwar auf Laserdisk und DVD. Es arbeitet - wie auch Dolby Digital - mit echten bis zu 5.1 Kanälen: den beiden vorderen Stereokanälen (StFL, StFR), dem Centerkanal vorn in der Mitte (CFM), den zwei Surroundkanälen hinten links und rechts (SBL, SBR) und dem zusätzlichen Subwooferkanal (SW), für die LFE. dts ist deutlich datenintensiver als Dolby Digital: Während beim Filmtheaterton eigentlich nur ein 5-Kanalsystem vorliegt, bei welchem der Tieftonkanal aus den Surroundkanälen dekodiert wird, handelt es sich beim dts für das Heimkino um ein echtes 5.1-System nach einem völlig anderen Kodierverfahren, dem "Coherent Acoustics Coding System". Es unterstützt Auflösungen bis zu 24 Bit. HiFi-Receiver und Vorverstärker mit integrierten dts-Dekodern können die dts-Signale von DVD-Spielern ohne dts-Dekoder entschlüsseln. [ Seitenanfang ]
Digital Theater Systems bietet auch ein digitales 6.1 Kanalsystem sowohl für den Filmtheater- als auch für den Heimkinobereich mit dem Namen dts-ES an. dts-ES arbeitet analog THX Surround EX bzw. Dolby Digital Surround-EX, indem 6.1 Kanäle aus 5.1 Kanälen dekodiert werden. Die Signale des hinteren Surround-Back Kanals werden via Matrix-Dekoder aus den hinteren Effektkanälen ermittelt. So liegen folgende Kanäle vor: die beiden vorderen Stereokanäle (StFL, StFR), der Centerkanal vorn in der Mitte (CFM), die zwei Surroundkanäle hinten links und rechts (SBL, SBR), der rückwärtige Centerkanal (CBM) und der zusätzliche Subwooferkanal (SW), für die LFE. Es handelt sich folglich um ein emuliertes 6.1-System.
[ Seitenanfang ]
dts Neo:6 analoges Mehrkanaltonsystem für das Heimkino. Ist vergleichbar Dolby Surround Pro Logic II. Mit Neo:6 wird es möglich, auch aus analogen Stereo- oder einfachen Surroundsignalen mehrere Kanäle (5.1 und 6.1) zu genieren: die beiden vorderen Stereokanäle (StFL, StFR), den Centerkanal vorn in der Mitte (CFM), die zwei Surroundkanäle hinten links und rechts (SBL, SBR), den rückwärtigen Centerkanal (CBM) und den zusätzlichen Subwooferkanal (SW), für die LFE.
Im Music-Mode werden die Signale für die Frontkanäle nicht über den Matrix-Dekoder verarbeitet, sondern direkt wiedergegeben, was die Stereoqualität erhält. [ Seitenanfang ]
Während es sich bei dts-ES, THX Surround EX bzw. Dolby Digital Surround-EX nicht um echte 6.1 Kanäle handelt, stellt dts-ES Discrete 6.1 nun echte digitale 6.1 Kanäle zur Verfügung. Dies gelingt, weil dts-ES Discrete 6.1 grundsätzlich in der Lage ist, bis zu zwölf Fullrangekanäle zu verwenden. So konnte ein weiterer völlig diskreter Centerkanal im Effektbereich problemlos hinzugefügt werden: die beiden vorderen Stereokanäle (StFL, StFR), der Centerkanal vorn in der Mitte (CFM), die zwei Surroundkanäle hinten links und rechts (SBL, SBR), der rückwärtige Centerkanal (CBM) und der zusätzliche Subwooferkanal (SW), für die LFE.
Dabei ist auch diese diskrete Variante vollständig zu herkömmlichen dts-Dekodern kompatibel. Mehr noch: Jede DVD oder CD, die dts-ES Discrete 6.1-kodiert ist, besitzt auch die für dts-ES Matrix 6.1 notwendigen Informationen. Tatsächlich ergibt sich im Vergleich zu Dolby Digital Surround-EX und dts-ES ein nochmals etwas verbesserter Raumeindruck im Effektbereich. Andererseits ist es jedoch Tatsache, dass noch keine wirklich bedeutende Anzahl an DVD´s mit DTS auf dem Markt existieren. [ Seitenanfang ]
dts-96/24 ist ein Tonformat, welches zunächst von den Firmen Pioneer und Denon unterstützt wurde. Es arbeitet - wie der Name schon sagt - rein digital mit 96kHz und 24 Bit Auflösung, wobei es sich um einen Standard der professionellen Tontechnik handelt. Hier können bis zu 6 Kanäle in der hochwertigen Technik aufgenommen werden - allerdings mit der Einschränkung, dass spezielle DVD-Audio- bzw. SACD-Player von nöten sind: die beiden vorderen Stereokanälen (StFL, StFR), der Centerkanal vorn in der Mitte (CFM), die zwei Surroundkanäle hinten links und rechts (SBL, SBR) und der zusätzliche Subwooferkanal (SW), für die LFE.
Ausserdem sind die neuen DVDs auch abwärtskompatibel. D.h. sie können auch auf alten DVD-Video-Playern abgespielt werden. Darüber hinaus kann das Digitalsignal auch über S/P-DIF Ausgänge an externe Digital-Analog-Wandler weitergegeben werden. Der Vorteil von dts-96/24 liegt damit hauptsächlich im grösseren Dynamikumfang und in der Erweiterung des Frequenzbereichs. [ Seitenanfang ]
Auch Lexicon (siehe Lexicon - online) hat mit Logic 7 ein auf einer Matrix-Dekodierung basierendes System entwickelt, das aber 7.1 Kanäle generiert: die beiden vorderen Stereokanäle (StFL, StFR), den Centerkanal vorn in der Mitte (CFM), zwei Surroundkanäle mittig links und rechts (SML, SMR), zwei Surroundkanäle hinten links und rechts (SBL, SBR) und den zusätzliche Subwooferkanal (SW), für die LFE.
Zudem bietet diese Betriebsart zwei voneinander unabhängige Surround-Kanäle (Töne, die bei der Aufnahme von rechts hinten zu hören waren, erklingen auch nur aus dem rechten hinteren Lautsprecher) und schafft so eine realistische und breitere Klangbühne. Hierzu werden Rauminformationen, die in jedem natürlichen Stereo-Signal enthalten sind, verwendet. [ Seitenanfang ]
Beim SDDS (Sony Dynamic Digital Sound) handelt es sich um eine Digitaletechnik von Sony, welche ausschliesslich für profesionelle Filmtheater entwickelt wurde (siehe auch SDDS - online). Im Gegensatz zu den anderen digitalen Mehrkanaltonformaten im Kino arbeitet SDDS mit bis zu 7.1 Kanälen und gilt als das aufwendigste und hochwertigste von allen. Die Kanäle sind: die beiden vorderen Stereokanäle (StFL, StFR), drei vordere Centerkanäle (CFL, CFM, CFR), zwei Surroundkanäle hinten links und rechts (SBL, SBR) und der zusätzliche Subwooferkanal (SW), für die LFE.
Die SDDS-Tonspur ist an den sonst ungenutzten äusseren Enden des Filmmaterials aufgespielt und zwar auf jedem Rand alle 7.1 Kanäle. Die rechte und linke Tonspur des Filmes sind um 7 Sekunden versetzt, wodurch eine besonders effektive Fehlerkorrektur möglich wird. Zu den zwei digitalen Randspuren kommt noch ein 4-Kanal Analogton, der in den schlimmsten Fällen genutzt werden kann. Vorteil dieser Technologie sind die hohe Qualität und Fehlersicherheit, Nachteile die hohen Hard- und Softwarekosten. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||