Lineare Verzerrungen

Siehe auch:
Brummen  /  Eigenschaften von Audioverstärkern  /  Frequenzbandbreite  /  Knistern und Knacken  /  Störungen  /  Verstärker
Lineare Verzerrungen (Distortions) beschreiben Ungleichmässigkeiten im Frequenzgang einer Komponente. Im Gegensatz zu den nichtlinearen Verzerrungen (dort wird das Signal in seiner gesamten Kurvenform verändert, wenn nicht gar zerstört oder es wird eine verzerrte "Kopie" des Signals erzeugt und hinzugefügt, d.h. wo das Frequenzbild tangiert wird) bleibt bei den linearen Verzerrungen die Frequenz erhalten aber die Amplitude (das ist die Signalstärke) wird verändert.

       Es handelt sich um Amplitudenfehler (die Verstärkung ist nicht mehr linear) und Phasenfehler (das Ausgangssignal ist gegenüber dem Eingangssignal zeitlich versetzt). Sie kommen folglich in der Frequenzbandbreite zum Ausdruck.

       Auch Lautsprecher und selbst der Hörraum erzeugen solche Ungleichmässigkeiten im Frequenzgang. Daneben gibt es ferner diverse "gewollte" Quellen linearer Verzerrungen: Jeder Klangsteller bewirkt eine Veränderung des Frequenzganges, Höhenfilter, Rauschfilter usw., weshalb sie in High-End-Komponenten auch eher selten anzutreffen sind. Auch der RIAA-Entzerrer bei Phono-Tonabnehmersystemen oder die Dolby Rauschunterdrückung sind schon - konzeptionsbedingt - eine Quelle linearer Verzerrungen.
Stephan Gohdes, Deutschland, Nov. 2001
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