Multiroom - Mehrraumbeschallung

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Audioverstärker  /  High-End  /  Surround

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Hörzonen  /  Multi Source-Fähigkeit  /  Multiroom-Controller  /  Multiroom-Receiver  /  Multiroom-Verstärker
Mit ausgereiften Multiroom-Konzepten steht dem HiFi- und Homecinema-Enthusiasten heute eine Technologie zur Verfügung, die auch - und gerade - dem verwöhnten ästhetischen Bedürfnis, dem ewigen Wunsch nach einfacher Bedienbarkeit und dem hohen Anspruch an Qualität gerecht wird.

       Unter Multiroom oder auch Mehrraumbeschallung verstand man ursprünglich die Beschallung beispielsweise zweier Räume mit nur einem Verstärker. Dahinter stand der Gedanke, hochwertige Technologie nicht mehrmals anschaffen zu müssen, bzw. guten Klang raumunabhängig zu machen. Insofern handelte es sich also weniger um eine Technologie als vielmehr ein Anwendungskonzept.

       Die Nutzung einer Quelle in mehreren Räumen bringt gewisse Schwierigkeiten mit sich: Zum Einen wären lange Kabelwege zu erwähnen. Zum Anderen aber vor allem deutliche Einbussen an Bedienerfreundlichkeit. Lässt sich die Lautstärke wenigstens noch über speziell für Lautsprecher entwickelte Regler einstellen, so bekommt man vor Allem mit der Quellenwahl Probleme. Hier bieten sich als preiswerte Alternativen sogenannte Infrarot-Augen an, die das Signal der Fernbedienung an die bestehende Anlage weiterleiten.


Technologie für Anspruchsvolle:  

Inzwischen haben sich die Zeiten freilich geändert. Multiroom hat sich von der Idee zu einer eigenständigen und anspruchsvollen Technologie entwickelt, die sich aus verschiedenen Teiltechnologien zusammensetzt. Heute werden Räume untereinander vernetzt: Die Lautsprecher werden - über bedientechnisch simpel gehaltene Multiroom-Verstärker - aus einer gemeinsamen hochwertigen Quelle versorgt. Dadurch sind nur dünne Kabelquerschnitte erforderlich.

       Damit die Quelle von jedem Raum aus ansteuerbar wird, kann man auf mobile Fernbedienungen oder Wandbedienungen zurückgreifen, die in der Lage sind, via Display den Benutzer mit den gewünschten Bedienerinformationen zu versorgen wie z.B. Audio- oder Videoquelle; Name des Radiosenders, Audiotracks oder Filminfos; Klangeinstellungen usw. Die Audiosignale werden überwiegend symmetrisch übertragen. Dadurch bleibt das Signal praktisch störunanfällig und es können Kabellängen von 100 m und mehr verwendet werden.

Vollbild optimiert: Revox: Multiroom-Receiver M51 - das modulare Audio-Video System
Revox: Multiroom-Receiver M51 - das modulare Audio-Video System
Als Systemkern dienen multiroomfähige Einzelkomponenten oder sogenannte Multiroom-Receiver, die im Idealfall ausbaubar sind. Eine einzige Komponente repräsentiert verschiedene Quellen wie Radio, CD, Surround-Receiver, Phono, Harddisk als Speichermedium usw. Sind einzelne Module, wie beispielsweise Radio, DA-Wandler, Audio-Eingang, Phono-Eingang, Dolby-Modul usw. nahezu beliebig nachrüstbar, dann ist man für praktisch jede Zukunft gerüstet. - Das ist absolute Upgradefähigkeit.

       Ausserdem wären hier auch die sogenannten Multiroom-Controller zu erwähnen: Dabei handelt es sich sozusagen um eine Art Steuerzentrale, die bereits vorhandene Komponenten multiroomfähig macht. Dabei gilt es indes zu beachten, dass die Geräteansteuerungen zueinander kompatibel sein müssen.


       Wenn ein Multiroom-Receiver fähig ist, mehrere Bereiche nicht nur gleichzeitig sondern auch unabhängig voneinander zu beschallen (Hörzonen), dann spricht man von Multi Source-Fähigkeit: Während man im Badezimmer einem Streichquartet lauscht und in der Küche Nachrichten hört, kann man gleichzeitig im Wohnzimmer den neusten Spielfilm in Dolby-Digital-Qualität geniessen - alles über ein Gerät.


Multiroomideen:  


Eingangs- und Wohnbereich Küche Schlafzimmer Bad
Multiroom-Beispiel



Professionelle Planung und Technologie für Ästhetiker:  

Multiroom ist endlich auch Audio- und Videotechnologie für den unbescheidenen Ästhetiker: Von ultraflachen Lautsprecherkabeln - die sich sogar nachträglich unauffällig an der Wand befestigen lassen - bis zu dezenten, flachen und gelegentlich sogar als Gemälde getarnten Lautsprechern: es gibt kaum eine Komponente, zu der man sich nicht etwas in Sachen Diskretion hat einfallen lassen.

       Wer eine perfekte Installation wünscht, ist allerdings gut beraten, professionelle Planer zu Rate zu ziehen. Denn - abgesehen von fehlplaziertem und falschdimsioniertem Equipment oder Problemen bei der einwandfreien und funktionalen Vernetzung - das Auge "isst" mit. Da müssen auch schon mal Bohrmaschine und Maurerkelle ran. Wer ein Haus, einen Umbau oder eine Renovation plant, hat mehr davon, seine Multiroom-Installation bereits frühzeitig zu planen und umsetzen zu lassen. Kabelsalat, unschöne technische Geräte und klobige Lautsprecher gehören durch ein intelligentes Management der Vergangenheit an. Insbesondere Homecinema-Enthusiasten werden eine solide Lösung zu schätzen wissen: Wer sieht gern die Kabel von 5 bis 7 Lautsprechern Boden oder Wand schmücken? Der Videoprojektor sollte hinter Holz und Gips verschwinden. Und die automatische Leinwand sich dem betrachtenden Auge nicht aufdrängen.

       Fazit: Multiroom-Systeme lassen sich perfekt in das heimische Ambiente integrieren: Bei Bedarf verschwindet die gesamte Technik im Hintergrund. Unauffällig platzierte Lautsprecher in Decken und Wände füllen Räume mit Musik oder Kinoton und nicht mit raumgreifendem Equipment.
Stephan Gohdes, Deutschland, Feb. 2004
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