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Vollbild optimiert: Radka Toneff - Some Time Ago (Best-Nr. #52666)
Radka Toneff: Some Time Ago
ars musica - Best-Nr. #47059

Radka Toneff: "Some Time Ago"

Unerschütterlich und geheimnisvoll ...
         Gerade 10 Jahre dauerte ihre Karriere. In dieser Zeit hat sie nur 4 Alben herausgebracht. Und dennoch, die norwegische Sängerin Radka Toneff war etwas ganz Besonderes: Nie zuvor hatte man in der norwegischen Szene eine ähnlich Künstlerin wahrgenommen. Eine Zusammenstellung der schönsten Augenblicke findet sich nun in der neu veröffentlichten CD: "Some Time Ago".

         Sie wuchs nahe bei Oslo auf. Ihre Mutter, Norwegerin, spielte Klavier, während ihr bulgarischer Vater professioneller Folksänger war. So kam Radka schon früh mit der bulgarischen Volksmusik in Berührung und - auf ausdrücklichen Wunsch ihres Vaters - mit dem Klavierspiel.

         Ende der 60er hatte sie bereits einen guten Ruf als Sängerin. Aber erst die Berührung mit Jazzmusikern wie Erik und John Balke, Jon Eberson, Arild Andersen und Espen Rud zu Beginn der 70er brachte sie auf den Weg zum Jazzgenre. 1974 bildete sie das Radka Toneff Quintett u.a. mit Arild Andersen und Jon Eberson.

         In dieser Zeit vollzog sie den Wandel zu jener kraftvollen und einzigartigen Ausdrucksweise, wie man sie noch heute in Erinnerung hat. Während der zweiten Hälfte der 70er gewann sie schnell an Berühmtheit, hatte viele öffentliche und TV-Auftritte. 1977 wurde sie zur weiblichen Künstlerin des Jahres gewählt.

         Bald darauf wurde sie auch international durch einen britischen TV-Sender über Oscar Peterson und durch das Album "Fairytales" bekannt. Am 21. Oktober 1982 gab sie den Kampf gegen ihre inneren Übermächte auf und beschloss ihr Leben.

         Was bleibt sind die Zeugnisse einer beeindruckend tiefsinnigen Stimme, die durch ihre Unerschütterlichkeit, insbesondere aber durch ihren geheimnisvollen Ausdruck in ihren Bann zieht. Es sei nur an den Titel "Lost in the stars" des Album' "Fairytales" erinnert. Radka Toneff hebt die Seele des Zuhörers leicht, ganz leicht hinauf in ein Universum, gefüllt mit Sternenstaub ...

 Solo-Discografie  

Winter Poem (1977)
It don't come easy (1979)
Fairytales (1982)
Live in Hamburg (posthum 1983)
Some time ago (2003)

Stephan Gohdes, Deutschland, Apr. 2003
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